Pflege für Eltern

Pflege für Eltern aus Polen – was man als erwachsenes Kind machen kann bzw. muss

Pflege für Eltern kann man zweierlei betrachten. Einerseits ist sie im gewissen Sinne eine Pflicht, und zwar nicht nur eine moralische. Genauso wie die Eltern sich um ihre Kinder bis zum bestimmten Alter kümmern müssen, so gesteht auch den pflegebedürftigen älteren Menschen, falls sie erwachsene Kinder haben, ein Recht auf Pflege bzw. deren Finanzierung. (Ausnahmefälle bilden Situationen, wo man als Kind von den Eltern misshandelt war u.ä.).

Andererseits geht es aber in den meisten Fällen um keine Frage der Pflicht. Normalerweise will man ja den Eltern helfen, sie pflegen und generell den Lebensabend, soweit es geht, zu erleichtern bzw. verschönern. Dies resultiert aus keinem Zwang, sondern ist eines der natürlichsten menschlichen Bedürfnisse. Schließlich sind die Eltern diejenigen Personen, dank denen wir hier auf der Welt überhaupt sind.
Das Problem besteht somit eher nicht in der Pflegebereitschaft an sich, sondern vielmehr darin, wie man sie mit dem eigenen Leben, zu dem sowohl Arbeit als auch Privatbereich gehören, sukzessiv vereint, sodass weder die Eltern noch das erwachsene Kind vernachlässigt bleiben. Diesem Thema widmen wir unseren heutigen Beitrag, in dem einige verbreitete Fragen beantwortet bzw. diskutiert sind. Hoffentlich finden Sie im folgenden Artikel einige nützliche Informationen für sich.

Eltern pflegen und dabei das eigene Leben nicht vergessen

Es gibt ein sehr schönes (und ziemlich trauriges) Lied von Aloe Blacc Mama Hold My Hand, in dem der Sänger erst darüber erzählt, wie seine Mutter ihm einst, als er klein war, geholfen hat, die Straße zu überqueren. Dann wuchs er auf und wollte dies selbstverständlich alleine machen. Danach wurde die Mutter alt, sodass jetzt schon der Junge derjenige ist, der ihr beim Überqueren der Straße hilft. Und nach dem Tod der Mutter empfindet das erwachsene Kind, indem es die Straße überquert, wieder das Bedürfnis, dass seine Mutter ihn begleitet, also ganz einfach neben ihm ist.

Man kann zwar versuchen, daran nicht zu denken, diese Vorstellung stets auf eine unbestimmte Zukunft zu verschieben, doch eines Tages ist es soweit. Die Eltern werden alt und brauchen Ihre Hilfe. Erstens sind bloßes Dabeisein, Verständnis und Hilfsbereitschaft schon an sich enorm wichtig. Aber natürlich reichen gute Absichten allein nicht aus. Wenn der Vater bei uns einzieht oder die Mama ständige Gesundheitsüberwachung braucht (bzw. andersrum), ändert sich das Leben oft sehr radikal. Es ist eine ganz neue Situation, an die man sich gewöhnen muss. Ähnliches betrifft auch die Anstellung einer Krankenschwester bzw. Pflegekraft, die unsere Nächsten regulär besucht oder sogar bei ihnen wohnt. Niemand hat uns ja beigebracht, wie man hochbetagte Eltern pflegen muss. Und auch richtig vorbereitet ist darauf, ehrlich gesagt, keiner von uns. Nichtsdestoweniger gibt es einige Möglichkeiten, wie man diese Lebenserfahrung möglichst stresslos und für beide Seiten vorteilhaft durchmachen kann.

Eltern pflegebedürftig – psychische Belastung durch alte Eltern

Schauen wir auf die wichtigsten Aspekte der Pflege für Eltern. Natürlich ist es nur eine verallgemeinernde Liste, aber manches davon trifft auf viele konkrete Beispiele zu.

  • Sind die Eltern pflegebedürftig, so gehen sie wahrscheinlich nicht oft aus. Wenn Sie aber dazu physisch fähig sind, ist es sehr bedeutend, dies aktiv auszunutzen. Dafür müssen Sie nicht viel Freizeit haben. Es reicht manchmal eine Stunde Spaziergang (oder sogar weniger), bei dem man die betagte Person unterstützt, mit ihr redet usw. Ihren Eltern gibt das, außer offensichtlicher Vorteile wie frische Luft und dergleichen, auch das Fürsorgegefühl. Und auch für Sie kann ein solcher Zeitvertreib sehr aufbauend, ja freudevoll sein.
  • Planen Sie in Ihrem alltäglichen Dienstplan einige Telefongespräche mit Ihren Eltern, damit Sie permanent auf dem Laufenden bleiben und wissen, wie sie sich fühlen, ob sie vielleicht etwas (Lebensmittel, Arzneien) brauchen. Wiederum wird es auch für die Eltern sehr rührend sein, zu wissen, dass ihre Kinder an sie stets denken.
  • Haben Sie keinerlei Hemmungen oder Angst davor, professionelle medizinische Hilfe aufzusuchen, wenn Sie nicht in der Nähe sein können. Diejenigen Fälle, wo der Zustand der Eltern so ernst ist, dass Ihre Pflege sowieso nicht ausreicht, betrifft es natürlich desto mehr.

Doch manchmal ist nicht nur die Pflege als solche, sondern vor allem psychische Belastung durch alte Eltern das eigentliche Problem. Paradoxerweise wollen nicht immer und nicht alle Eltern, dass ausgerechnet die Kinder sich um sie kümmern. Oft führt dies sogar zu Streitigkeiten sowie unnötigen Stresssituationen. Und dann ist entweder eine reguläre Pflegekraft oder, in einigen Fällen, ein neues „Zuhause“ für die Eltern gar eine Notwendigkeit, ohne die es einfach leider nicht geht.

pflegebedürftige Eltern

Suche Pflegerin für meine Mutter

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man eine entsprechende Person finden kann, die sich um alte bzw. alternde Eltern professionell, also auch medizinisch (wenn es nötig ist) kümmert. Sie können sich entweder ganz einfach auf einer Webseite, die sich damit beschäftigt, registrieren und eine Anzeige hinterlassen: „Suche Pflegerin für meine Mutter“. Besonders an unserer östlichen Grenze, z.B. in Polen, gibt es mehrere Menschen, die gerne nach Deutschland kommen, um sich mit der Pflegehilfe zu befassen. Und oft sind es durchaus offene, herzliche, hilfsbereite Personen.

Wichtig ist in einem solchen Fall allerdings, genau zu wissen (und dies auch in der Anzeige zu unterstreichen!), inwiefern der verbale Kontakt für Sie, also für die pflegebedürftige Person, von Bedeutung ist. Denn Sprachbarriere kann natürlich problematisch werden, wenn es z.B. größtenteils darum geht, mit der Mutter zu reden, geschweige denn ihr Bücher zu lesen usw. Andernfalls, wenn Sie also vor allem nach jemandem suchen, der kochen, putzen, einkaufen soll, sind dann die Sprachkenntnisse nicht so relevant.

suche Pflegerin für meine Mutter

Suche Pflegerin für meinen Vater

Dasselbe betrifft natürlich auch den männlichen Elternteil. Wiederum kann man eine Anzeige „suche Pflegerin für meinen Vater“ im Internet veröffentlichen und schauen, ob Sie jemanden finden, der Ihr Vertrauen weckt. Allerdings können Sie sich auch an eine Organisation wenden, die sich darauf spezialisiert, kompetente Pflegehilfe für die älteren Menschen auszusuchen. Viele Unternehmen dieser Art basieren auf einer langjährigen, erprobten und erfolgreichen Zusammenarbeit mit Polen.

Dann sind Sie bei der Suche bzw. Wahl nach entsprechenden Pflegearbeitern sowie im Fall von Zweifeln nicht mehr auf sich selbst gestellt. Falls etwas schief geht oder die Person sich als ungeeignet erweist, weiß man, an wen man sich wenden kann, um das Problem gemeinsam zu lösen.

Streit zwischen Geschwistern wegen Pflege der Eltern – Lösungen

Pflege für Eltern ist ein Thema, das leider nicht nur natürliche, unvermeidbare Traurigkeit mit sich bringt, sondern nicht selten auch innerhalb der Familie, d.h. unter anderen Mitgliedern, Unruhe stiftet. Zu den am meisten verbreiteten Problemen gehört der Streit zwischen Geschwistern wegen Pflege der Eltern. In der Regel betrifft er die Aufteilung der Pflegepflichten.

Erstens, sollte man nicht vergessen, dass seit 2020 ein neues Gesetz gilt, nach dem nur diejenigen erwachsenen Kinder, dessen jährliches Einkommen weniger als 100 000 Euro beträgt, von der Pflegefinanzierung ihrer Eltern, sozusagen, „befreit“ sind. Dann verpflichtet sich das Sozialamt dazu, die Kosten für die Elternpflege zu übernehmen. Allerdings versucht man, wie gesagt, in der Regel sowieso sein Bestes zu tun, um den Eltern zu helfen.

Außerdem geht es bei den Geschwisterstreiten ja nicht unbedingt ums Geld. Pflege für die Eltern umfasst eine Reihe von Tätigkeiten, bei denen Zeitinvestierung sehr oft viel bedeutender (aber auch anstrengender) ist als Finanzierung eines Krankenhausaufenthalts oder das Besorgen von Medikamenten. Und hier beginnen die üblichen Probleme: man beschuldigt den Bruder oder die Schwester, dass er oder sie weniger Zeit mit den Eltern verbringt bzw. sich in ihre Pflege gar nicht engagiert usw.

Hier kann man wohl nur einen Ratschlag geben: miteinander reden. Klingt vielleicht banal, aber ohne das geht gar nicht. Ein solches Gespräch sollte jedoch am liebsten nicht während einer krisenhaften Situation, sondern vorher stattfinden. Tauschen Sie mit Ihren Geschwistern sämtliche Zweifel, Gedanken und Ideen für ein Pflegeszenario aus, selbst wenn, ja, gerade wenn dieses noch nicht aktuell ist. Dabei könnten beispielsweise folgende Themen auftauchen:

  • Was sollte man in welchen Fällen machen bzw. organisieren?
  • Wer könnte Verantwortung für konkrete Aufgaben übernehmen?
  • Was denkt man von einer ausländischen Pflegehilfe?
  • Wie sieht es mit der Vollmachtfrage aus?
  • Wer finanziert was?

Selbstverständlich sollte man dabei die Eltern nicht von einer solchen Diskussion fernhalten, sondern sich, im Gegenteil, auch nach ihrer Meinung und ihren Empfindungen erkundigen.

Streit zwischen Geschwistern wegen Pflege der Eltern

Hilfe bei pflegebedürftigen Eltern – Zusammenfassend

Heutzutage gibt es mehrere Betreuungsangebote, wenn es um Hilfe bei pflegebedürftigen Eltern geht. An medizinischer Unterstützung zu Hause oder in spezialisierten Anstalten fehlt es nicht. Handelt es sich um Hausbesuche, so kommen die professionellen Pfleger entweder jeden Tag oder bleiben sogar eine gewisse Zeit lang (z.B. paar Monate) bei den Eltern, um die wichtigsten Hauspflichten auszufüllen, das Essen zuzubereiten, Medikamente zu geben usw.

Wenn eine solche Person darüber hinaus noch eine medizinische Ausbildung hat, wachsen ihre Kompetenzen natürlich noch höher. Dann kann sie nämlich die Arzneieinnahme überprüfen, einen detaillierten Bericht über den Gesundheitszustand und dessen eventuelle Veränderungen erstellen. Andererseits ist dies ja nicht in allen Fällen nötig.

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